Die Unsicherheit nimmt zu: Ölpreis, Inflation, Zinsen... - Ep. 230
Shownotes
Die Märkte beginnen zunehmend, die Folgen höherer Energiekosten einzupreisen. Erste Auswirkungen zeigen sich bereits global: Japan greift am Devisenmarkt ein, während Investoren verstärkt verschiedene Risikoszenarien durchspielen. Parallel dazu steigen die Inflationserwartungen, und die Wahrscheinlichkeit wächst, dass führende Notenbanken ab Juni doch an der Zinsschraube drehen. Die Kapitalmarktzinsen ziehen weltweit bereits an – mit entsprechenden Konsequenzen für die Bewertung von Risikoanlagen. Die entscheidende Frage lautet damit: Ab wann wird es für die Aktienmärkte ungemütlich? Und wie lange kann die anhaltende KI‑Sonderkonjunktur die Belastungsfaktoren noch überstrahlen? Michael Winkler ordnet diese Entwicklungen ein und zeigt, worauf Anleger jetzt besonders achten sollten. Jetzt den kompletten Weitblick ansehen und informiert bleiben!
Bitte beachten Sie: Bei diesem Webcast der St.Galler Kantonalbank Deutschland AG handelt es sich um Werbung. Der Webcast enthält lediglich generelle Einschätzungen, welche auf der Grundlage einer grundlegenden Analyse der St.Galler Kantonalbank Deutschland AG getroffen wurden. Diese Einschätzungen stellen keine Anlageberatung dar. Sie sind insbesondere keine auf Ihre individuellen Verhältnisse abgestimmte persönliche Handlungsempfehlung. Sie geben lediglich die aktuelle Einschätzung der St.Galler Kantonalbank Deutschland AG wieder, die auch sehr kurzfristig und ohne vorherige Ankündigung geändert werden kann. Damit ist sie insbesondere nicht als Grundlage für eine mittel- und langfristige Handlungsentscheidung geeignet. Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.
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00:00:09: Letzte Woche hatten wir die Woche der Notenbanken und den Höhepunkt vor allem der US-Berichtssaison.
00:00:15: Was habe ich Ihnen heute mitgebracht?
00:00:17: Wir schauen noch einmal auf die Fettsitzung, wir schauen erneut auf den Rohstoff der Woche, den Ölpreis Ich habe Ihnen mitgebrach dann die Währungen der Woche.
00:00:26: Wir schauen nach Japan.
00:00:28: Wir reden über das Thema Inflationserwartungen, Notenbankpolitik und Dizinsen am Kapitalmarkt.
00:00:34: Lassen Sie uns starten!
00:00:36: Herzlich willkommen bei Ihrer Sangalla Kantonalbank mit einer neuen Ausgabe von Winklers Weitblick.
00:00:41: Der Titel der heutigen Ausgabel lautet Die Unsicherheit nimmt zu Ölpreis, Inflation, Zinsen.
00:00:51: Wir haben Mittwoch den sechsten Mai.
00:00:53: wir nehmen wie immer vormittags auf und mein Name ist Michael Winkler.
00:00:57: noch einmal herzlich Willkommen!
00:01:02: direkt mit zwei offenen Fragen aus der letzten Sendung, lassen Sie mich kurz darauf eingehen.
00:01:07: Die eine beschäftigte sich mit einem speziellen Sektor aus den USA und ihre Frage lautete, wie lautet Ihre Einschätzung zum Cyber Security-Sektor?
00:01:18: Und vor allem dann inklusive der Analyse der verschiedenen ITFs.
00:01:22: Gute Frage, spannende Frage!
00:01:25: Ich muss Ihnen gestehen wir sind ja in den letzten Wochen bei vielen Meldungen Zahlen und Daten die wir hatten nicht Dazu gekommen Sie heute schon zu beantworten.
00:01:34: Wir haben sie aber auf jeden Fall vorgemerkt, sie wird noch da ankommen.
00:01:38: und zum Thema Cyber Security weiß ich auf jeden fall dass mein lieber Kollege Christian Gombert in unserer Aktienstrategie sich definitiv mit der Palo Alto und ich glaube der Cross Strike beschäftigt.
00:01:48: Aber detaillierte Analyse zum Sektor bitte ein anderes Mal!
00:01:52: Haben Sie Verständnis?
00:01:53: Wir haben es dieser Woche nicht geschafft.
00:01:56: Ihre zweite Frage auch eine spannende grundsätzliche.
00:02:01: Ich erzähle Ihnen immer wieder, dass es häufig interessanter ist Volatilität zu verkaufen und nenne ihn dann als Beispiel den Verkauf von Putz oder eben für den Privatanläger den Umweg über die Discount-Zertifikate in hektischen Phasen.
00:02:17: Weil das Rendite Ertragsprofil häufig interesserter ist als eventuell der direkte Kauf der Aktien.
00:02:22: Und Ihre Frage dazu lautete sie beschäftigen sich mit dem Verkauf von Putz.
00:02:28: Sie haben sich auch schon einiges angelesen und wollten wissen, wie man dann am besten in dieses Thema einsteigt.
00:02:34: einfach so trial and error learning by doing die Mischung aus Theorie und Praxis.
00:02:39: also wenn sie es ganz genau wissen möchten.
00:02:41: das ist natürlich zum einen ein mathematisch komplexes Thema.
00:02:45: Wenn wir über Volatilität reden, reden wir über Optionspreismodelle historische Volatitäten implizierte Volatillitäten.
00:02:52: Wir müssen aber auch uns den Charakter der Aktie anschauen, wir müssen also ist es eher ein ruhiger Titel.
00:03:01: Ist das ein Titel mit einer hohen Schwankung?
00:03:02: Eine hohe Volatilität?
00:03:04: was ist mit dem Thema Dividenden?
00:03:06: weil all das spielt in diese Thematiken mit rein aber ganz simpel gesagt wenn ich mit ihnen über diese Derivate Strategien Verkauf und Volatilität, Verkaufen putzspreche ist es ja häufig für mich der indirekte Weg des Aktienerwerbs weil in diesen Momenten er eventuell für mich interessanter ist als der direkte Kauf der Aktien.
00:03:31: Das hat ja dann in den meisten Beispielen damit zu tun, dass diese Aktie zum Beispiel entweder noch in einem Abwärtstrend ist sich dann eventuell schon in der Bodenbildung befindet aber eben noch nicht technisch sauber aussieht in einem stabilen Aufwärztrent, den ich idealerweise für das direkte Engagement nutze weil ich dort Kursgewinne erzielen möchte und in hektischen Seitwärtsphasen, Bodenbildungsphasen dieser Verkauf der Volatilität über den Verkaufen von Putz häufig die vielversprechendere Variante ist oder zumindest eine sehr gute Ergänzung.
00:04:03: So wie gehen Sie voran?
00:04:05: Naja dadurch das es eine Ergänsung zum direkten Aktienkauf ist man kann ja auch fast sagen sozusagen ein limitierter Aktienkäufe über dem Verkauft des Putz.
00:04:18: Zum einen suchen Sie sich nur die Aktien aus, die sie dann auch wirklich erwerben wollen und zum zweiten interessant ist es vor allem häufiger bei den Aktien die stärker schwanken.
00:04:31: Also die Ernährungsmittel, die Ernärungsindustrie also jetzt die Nestles Diadios dieser Welt oder die Versorger als Beispiele mit relativ niedrigen Schwankungen.
00:04:46: Bei denen bekommen sie ja auch keine hohen Stillhalterprämien und machen das Ganze vielleicht dann nicht so attraktiv.
00:04:53: Spanend und interessant sind in der Regel eher volatile Sektoren, da sind wir eher im Bereich der Wachstumstitel, dann sind wir in dem Bereich der Tech-Titel, wir sind im Bereich teilweise der züglichen Titel, teilweise der Luxusaktien.
00:05:07: Insofern sind das die bevorzugten Sektoren oder Einsatzgebiete.
00:05:13: Wie gehen Sie voran?
00:05:14: Ich weiß ja zum einen, wenn sie direkt nach dem Verkauf von Putz fragen – das machen gar nicht so viele Banken weil es direkte Termingeschäfte sind und auch ein gewisses Volumen benötigen was sie damit dann bewegen wollen.
00:05:29: Dieser Verkauf von Puzzis ist ja ganz häufig eher für die institutionellen Investoren vorgesehen.
00:05:33: Deswegen nenne ich ihn hier auch immer direkt den indirekten Weg über die Discount-Zertifikate, aber wie gesagt es ist spannend und immer wieder für Aktien diese Inkurs Schwäche oder in der Bodenbildung erwerben wollen und sie brauchen auf jeden Fall ein gewisses theoretisches Knowhow.
00:05:52: Ich habe einige Punkte genannt was man sich auf jeden fall anlernen sollte und bevor Sie direkt starten.
00:05:58: Vielleicht hilft sozusagen das weiße Blatt Papier, indem sie auf dem Papier ihre ersten Geschäfte abschließen und schauen wie das für Sie funktioniert hat um dann gewisse Stärken und Schwächen zu erkennen und eventuell Verbesserungsbedarf.
00:06:12: Ich hoffe dass hilft Ihnen so ein wenig.
00:06:14: Grundsätzlich ist es immer hohe Volatilität ist meistens schön zu verkaufen vor allem wie gesagt bei Aktien die nicht in einem stabilen Aufwärtstrend sind sondern entweder Am Ende eines Abwärts-Trends oder heftig schwanken ohne klaren Trend, dort bieten sich diese Strategien ergänzenderweise besonders gut an.
00:06:34: Hoffe das hat Ihnen ein wenig geholfen!
00:06:37: So viel zu Ihren beiden Fragen.
00:06:38: wie gesagt Cyber Security demnächst.
00:06:41: Wir hatten letzte Woche den Höhepunkt der Berichtssaison.
00:06:44: ich hatte es erwähnt.
00:06:45: Lassen Sie mich kurz hineinschauen.
00:06:47: Aktueller Stand für den amerikanischen Aktienmarkt der S&P.
00:06:53: In dem haben jetzt gut, dreihundertfünfzig der fünfhundert Unternehmen berichtet und wir müssen sagen in der Summe sind das bisher absolut solide Zahlen für das erste Quartal.
00:07:05: Im Schnitt gut zehn Prozent Umsatzwachstum mit etwa sechsundzwanzig Prozent Gewinnwachstuben.
00:07:11: also ich glaube nicht dass das bis zum Ende der Berichtssaison wenn dann alle Fünfhundert Unternehmens berichtet haben werden noch so bleibt.
00:07:18: aber es sind gute Zahlen.
00:07:21: Ich sagte auch schon in den letzten Wochen, der Großteil der Gewinne der Wachstumsraten wird vor allem aus dem Textsektor und der Sonderkonjunktur KI-Investitionen getragen.
00:07:32: Aber wenn ich mir die einzelnen Sektoren in den USA anschaue so schlecht sieht es in der Breite gar nicht aus weil auch das Sektorindustrie momentan, thirty-six Prozent Gewinnwachstum, die Basiskonsumpengüter haben Natürlich um Rohstoffe, thirty-six Prozent plus.
00:07:49: Industrie, dreizehn Prozent Plus.
00:07:52: Wir haben natürlich die Technologie mit zweiundvierzig Prozent Gewinnwachstum Gebrauchsgüter, zweiundfünfzig Prozent Die Kommunikation.
00:07:59: also das gehört eigentlich auch noch immer zur Technologie dazu.
00:08:02: Vierundfünftig Prozent momentan Gewinnwachstum.
00:08:04: aber auch der Finanzsektor Dreiundzwanzig Prozent Versorgert zehn Prozent Immobilien fünfzehnt Prozent.
00:08:11: Also das ist bisher schon eine in der breite, relativ gut abgestützte Gewinnentwicklung.
00:08:18: Und das erklärt vielleicht dann auch die Stärke des amerikanischen Aktienmarkts.
00:08:21: So wie sieht denn bisher Europa im Vergleich dazu aus?
00:08:24: Wegen ja was die Brichtsaison angeht immer eins zwei Wochen hinterher.
00:08:28: Das heißt im Stock-Sixhundert haben momentan gut Zweihundert Unternehmen berichtet also erst ein Drittel während es in USA schon bald zwei Drittel sind.
00:08:36: Was haben wir?
00:08:38: Keine zehn Prozent Umsatzwachstum, sondern eher ein Prozent.
00:08:42: Auch keine sechsundzwanzig Prozent Gewinnwachstum sondern zehn.
00:08:45: Das sieht auch gut aus aber wo kommt die vor allem her?
00:08:47: Wenn ich drauf schaue haben wir einmal natürlich die hohen Rohstoffpreise, Lironen-Energiepreise.
00:08:53: Einfünfzig Prozent Gewinnwachstum sozusagen im Energiesektor und auch Kommunikation und Technologie stehen hier auf Sechsundsiebzig Prozent momentan.
00:09:01: Ich sehe aber auch einige Sektoren die kein oder ein negatives Gewinnwachstum haben.
00:09:04: also Europa hängt da hinterher Und das erklärt vielleicht auch warum sich die europäischen Börseln in der aktuellen Situation so etwas schwer tun.
00:09:13: So.
00:09:13: unser Titel heute lautet ja Ölpreis Inflation Zinsen zunehmende Unsicherheit.
00:09:20: Bevor wir direkt damit starten, lassen Sie mich bitte noch einmal in die Woche der Notenbanken hineingehen mit unserem ersten Punkt.
00:09:28: Weil wir möchten nochmal ganz kurz in die Sitzung der FED von letzter Woche schauen.
00:09:34: Ich möchte jetzt nicht sagen dass sie historisch war aber sie war zumindest schon einmal eine besondere Sitzungen Denn es war die letzte Sitzing sozusagen unter der Leitung von Jerome Powell als Chef.
00:09:48: Das ist insofern schon mal bemerkenswert und es ist dann nicht bemerkswert, dass es keinen Zinsänderungsbeschluss gab.
00:09:57: Aber die nennen wir es ruhig einmal ganz deutlich Die Uneinigkeit der Mitglieder im Komitee war selten so hoch wie bei dieser Sitzung denn erstmals seit Vier und dreißig Jahren stimmten vier der zwölf stimmenberechtigten Mitglieder des Komitees gegen den Beschluss.
00:10:26: Also drei dieser vier.
00:10:28: sie unterstützten zwar den unveränderten Leitzins, wandte sich jedoch wegen der aktuellen Informationsgefahren deswegen auf dieses Thema.
00:10:37: gehen wir gleich ein gegen die Formulierung in der Erklärung dass die Notenbank die Zinssenkungen wieder aufnehmen werde Und einer der vier wollte sowieso direkt wieder die Zinsen senken als ein Freund von Donald Trump.
00:10:53: Das ist mal das eine, also vier Abweichler.
00:10:56: dazukommt dass Jerome Powell wie gesagt das letzte Mal als Chef geleitet hat bevor er ab Mai dann an Kevin Worsh übergeben wird.
00:11:05: Er hat aber auch gleichzeitig versichert er hat ja einen Mandat bis dass wir demnächst einmal bis auf unbestimmte Zeit diesem Gremium als Governor erhalten bleiben werden.
00:11:18: Also insofern, mal schauen was die Notenbank der Fed dann ab demnächsten, ab Juni dann machen wird.
00:11:26: es wird spannend sein und diese Übergangsphase von Jerome Powell auf Kevin Morsch deswegen auch für uns ein Thema das eine Höhung Unsicherheit ausstrahlt denn nebenbei sie ist eben für die Kapitalmärkte mit der wichtigsten Notenbank der Welt.
00:11:42: Das nochmal der kurze Rückblick, wie diese Sitzung abgelaufen ist und was das Besondere an dieser Sitzungen war.
00:11:49: Dann kommen wir zu unserem zweiten Punkt Der Rohstoff der Woche.
00:11:53: Und wir bleiben dabei.
00:11:54: Wir müssen noch einmal auf den Ölpreis schauen.
00:11:57: Schauen wird direkt in die Kursentwicklung.
00:11:59: jetzt.
00:11:59: Ich habe die letzten zwölf Monate mitgebracht nochmal gerade in der letzten Tage hinein.
00:12:04: Per gestern steht hier eine einhundert fünfzehn Dollar für Brand und wenn wir genau hinschauen was wir im März hatten, hatten wir zweimal so ganz kurzes Bikes Richtung Hundertzwanzig.
00:12:19: Aber der gesamte Handel fand eigentlich eher schwerpunktmäßig zwischen er einhundert hundertzehn.
00:12:25: Ehrstadt bedeutet die Kurse die wir in den letzten Tagen jetzt mehrfach als gesammelt wirklich gehandelte Tageskurse sehen, mit Werten um die Hundertfünfzehn.
00:12:38: Wir sind höher als im März!
00:12:41: Deswegen auch meine Überschrift stark angestiegen also die Höchstkurse aus dem März erreicht oder sogar eigentlich eher überschritten.
00:12:48: keinerlei Entspannung.
00:12:50: und wenn wir auf die Terminkurve des Ölpreises schauen, also auf die Liefertermine mit späteren Monaten... Wir schauen zum Beispiel einfach nur in den September hinein fällt auch auf Das entgegen einer anfänglichen entspannten Haltung der Marktteilnehmer mit relativ niedrigen Terminkursen.
00:13:13: Also die Meinung, die Störungen wir momentan haben ist ein zeitlich befristetes Problem nur mit kurzen Auswirkungen.
00:13:21: Es wird in den nächsten Monaten der Ölpreis deutlich hinunter kommen.
00:13:25: wieder das wird momentan höhe abhöhe korrigiert und zwar korrigierend im Sinne von auch auf der Terminkurve steigenden Kursen.
00:13:34: Das heißt, die Preise, die wir dort sehen sind momentan auch schon deutlich höher als im März.
00:13:40: also Die Markteilnehmer beginnen momentan so Schritt für Schritt eine länger andauernde Störung dieses Ölmarktes mit all diesen Meldungen um die Straße von Hormuz Iran und Donald Trump einzupreisen.
00:13:59: Und da bleibe ich bei meiner grundsätzlichen Aussage Ein hoher Ölpreis bedingt einmal grundsätzlich eine Wachstumsabschwächung.
00:14:09: Wir reden jetzt nicht unbedingt von der Katastrophe und der Rezession, wir wissen auch dass die Weltwirtschaft heute lange nicht mehr so stark abhängig von dem Rohstofföl ist wie in früheren Jahrzehnten.
00:14:22: aber eins ist klar je länger wir bei Preisen von deutlich über ein Hundert Dollar für das Barrel bleiben sollten desto stärker wird sich ein Abkühl abkühlen der Effekt auf die Industrie und auf die Weltwirtschaft einstellen.
00:14:40: Und das ist dann nicht unbedingt das beste Ausgangsszenario für die momentan doch zu repulsierenden Aktienmärkte.
00:14:49: So, deswegen wie gesagt die hohen Ölpreise zeigen eine längere Verunsicherung und wir merken inzwischen weil ich ja sagte höhere Unsicherheit Inzwischen so ein Überschwappen dieser Unsicherheit, dieser Effekte auch in andere Anlageklassen hinein.
00:15:15: Woran mache ich das fest?
00:15:17: An unserem zweiten Punkt.
00:15:19: wir gehen nach Japan und schauen auf die Währung.
00:15:22: Wir schauen auf den japanischen yen Und die Grafik, die ich Ihnen mitgebracht habe ist eben das Verhältnis dollar yen.
00:15:30: So lange die Grafik steigt, steigt der US-Dollar zum yen oder umgekehrt der yen verliert zum West-Dollar, also der Yen schwächelt.
00:15:39: Und was wir Ende letzter Woche gesehen haben war zum ersten Mal seit langer, langer Zeit wieder eine direkte Intervention der japanischen Notenbank an den Deviesenmärkten und das bedeutet an dem Deviesenmarkten passiert etwas, was ihr nicht gefällt.
00:15:56: und was wahr passiert?
00:15:59: Die Yen Schwäche schien weiterzugehen Und zwar mit Kursen von dann Ende letzter Woche über einhundertundsechzig Dollar Yen.
00:16:10: Warum ist der Yen so schwach?
00:16:12: Also zum einen freut sich Japan sowieso seit Jahren über eine schwächere Währung, aber Japan ist natürlich extrem abhängig von den Ölimporten und mit einer schwachen Währungen noch verteuert sich der ja ein dollar gehandelte Ölpreis für die Japaner noch einmal.
00:16:33: Das heißt, die Energiekostenrechnung wird für Japan noch deutlich negativer und bei dem erreichen oder diesem versuchten Überschreiten der Marke von einhundertundsechzig war die Botschaft an den Markt an die Investoren weltweit klar weitere Schwäche des Jens wollen wir hier in Japan als japanischen Notenbank nicht akzeptieren.
00:16:55: Wir haben interveniert ist zur Vortrichtung gefallen und es zeigt hier schon in diesem konkreten Beispiel, dass diese jetzt länger andauernde Phase des hohen Ölpreises mit deutlich Kursen eben von deutlich über ein Hundert US Dollar beginnt in andere Bereiche überzuschwappen.
00:17:17: Also wir haben die ersten Devieseninterventionen und das zeigt auch die Unruhe am Ölmarkt beginnt andere Anlageklassen zu erreichen.
00:17:26: so viel!
00:17:26: Und die Marke onehundertsechzig ist für mich dann ... so wichtig, vor allem wenn wir in die Kurse seit dem Jahr ... ... zwei Tausendundzwanzig schauen.
00:17:37: Es ging seit ... ... Zwei Tausendswanzig tendenziell nach oben mit dem Dollar ... ... tendenziellen nach unten mit dem Yen.
00:17:43: Also auch war ja auch ein Thema in einer unserer Sendung zum ... ... zur japanischen Börse, zum starken Nikkei der profitiert ... ... die Industrie, der Exportindustrie von der Yen Schwäche.
00:17:53: aber worauf ich hinausfühle?
00:17:54: Die Marge von Einhundertundsechzig Hatten wir im Jahr zwei tausend vierundzwanzig auch schon einmal erreicht.
00:17:59: und auch dort war klar, Japan also die Regierung den Notenbank möchten nicht einen schwachen jenehm von deutlicher oberhalb von einhundertundsechzig.
00:18:09: Und das ist dann für uns die markante Marke an der sich dann momentan abspielt ob es eventuell weitere Unruhe geben wird.
00:18:16: diese Wiesenintervention ist letzte Woche Ende letzter woche überall an diesen Feierlichkeiten um den ersten Mai ein wenig untergegangen, man hat auch kaum etwas dazu gelesen.
00:18:27: Aber wir sehen für uns ganz klar die ersten Auswirkungen dieses hohen Ölpreises, die dann schon beginnt andere Industrien und Konjunkturen, andere Währungen zu belasten.
00:18:40: Also unsere Währung der Woche japanischejenigen, die Unruhe oder Unsicherheit nimmt hier auch ein konkretes Beispiel.
00:18:47: Und wenn der Öl Preis länger als erwartet so hoch bleibt... reden wir über das Thema Inflationserwartungen und wir reden über die letzte Woche, die Woche der Notenbanken.
00:18:59: Denn die Notenbank hatten ja per Saldo keine Zinsänderung vorgenommen weil sie auch momentan erst einmal von einer kurzen temporären Phase der hohen Energiepreise rechnen.
00:19:10: aber gibt zwei Meldungen, die eine auch noch einmal aus Japan.
00:19:15: in Japan wird ganz offiziell auch schon ein Risikoszenario durchgerechnet wenn wir für zwei Jahre eine hohe Inflation haben, bedeutet also bedingt durch eben höhere Rohölpreise die Abwertung des Tieren und dann eventuell sinkende Aktienkurse könnten die Wirtschaft belasten.
00:19:34: Und dazu kommt diese Veröffentlichung dieses detaillierten Risikoszenarios gilt auch als ungewöhnlich.
00:19:40: das findet ja normalerweise eher hinter verschlossenen Türen statt.
00:19:44: Also hier sehen wir wie dieser momentan länger erwartete hohe Ölpreis beginnt Risikos, Szenarien an den Tag zu bringen und für erhöhte Unsicherheit zu sorgen.
00:19:56: Was dann natürlich auch bedingt wird wenn wir über die Notenbankpolitik zu sprechen kommen dass die Zinsentscheidungen der letzten Woche also vielmehr die Nicht-Entscheidung weil es war ja alles unverändert das wir eventuell überraschenderweise vielleicht ab Juni doch in eine Phase oder zumindest mal Schritte erhöhter Leitzinsen kommen werden und dazu passt dann auch die Meldung aus der letzten Woche von der EZB-Sitzung.
00:20:24: Die EZP hält den Einlagenzins trotz erhöhter Inflationen konstant, es gab eine ausführliche Diskussion über eine Zinserhöhung aber noch keine Entscheidung.
00:20:34: Aber mit dem Worthing und dem momentanen Szenario was wir haben ist es wahrscheinlich dass unter anderem auch die EZW auf der Junisitzung eventuell beginnen wird Leitzinsen anzuheben Und das ist etwas, was wir eben vor einigen Monaten überhaupt nicht auf der Rechnung hatten.
00:20:52: Wir hatten ja das Thema vor allem in den USA eine klare Erwartung von mehreren Leitzinsenkungen die dann PÖAPÖ in diesem Szenario und was wir seit März haben ausgepreist worden sind.
00:21:04: und eventuell kommen wir jetzt in einen Szenarium in dem sogar Leitzinzerhöhungen eingepreist werden unter anderem warum?
00:21:11: Weil momentan die Inflationserwartungen steigen und das ist etwas, was den Notenbank nicht gefällt.
00:21:16: Das wollen sie definitiv verhindern Und auch das zeigt dass dieser momentane hohe Ölpreis eben von über Einhundertundzehn US-Dollar beginnt eben auch an der Notenbankpolitik für Unsicherheit zu sorgen und eventuell die notenbankpolitik Überraschenderweise noch einmal ändern könnte in diesem Jahr.
00:21:35: und wenn wir über erhöhte Inflation Erwartungen sprechen Dann schauen wir doch mal, was die Kapitalmärkte und zwar die Rentenmärkten daraus schon machen.
00:21:49: Mein fünfter Punkt von heute Die Zinsen steigen bereits.
00:21:58: Wir schauen gleich auf die Rentennärkte in Deutschland In den USA.
00:22:04: Japan hatten wir eigentlich noch mit dabei Und auch UK und die Rentemärkte sind momentan also zumindest Mal nicht entspannt.
00:22:14: Was meine ich damit?
00:22:15: Wenn wir auf die Rendite der Entwicklung unserer zehnjährigen Bundesanleihe schauen, hier wieder die letzten zwölf Monate, sehen wir dass wir uns inzwischen ganz klar oberhalb von drei Prozent für die zehnjährige Bundesanlage eingependelt haben.
00:22:30: Also und wir waren Ende März, Ende Februar bevor es eben mit Iran losging, Ende February waren wir noch unter zwei Komma sieben.
00:22:39: also wir haben jetzt fast kann man sagen etwa vierzig Basispunkte Zinsanstieg Jetzt in den letzten sechs Wochen gesehen, das ist nicht gerade wenig.
00:22:48: und wenn wir so über die letzten zwölf Monate schauen.
00:22:50: Wir haben leicht steigende Tiefpunkte, leicht steiggende Hochpunkte.
00:22:54: Wir sehen bei unseren Bundesanleihen technisch betrachtet einen intakten Zinsaufwärtstrend.
00:22:59: und dass obwohl die EZB schon ganz lange bei zwei Prozent Geldmarktzins angekommen ist was würde diese technische Situation entspannen?
00:23:08: Ja wir bräuchten Renditrückgänge unter.
00:23:13: Ansonsten sieht das momentan zumindest mal nach erhöhten Zinsen aus.
00:23:20: Und diese drei Prozent schauen wir mal hier hinein in die Rendite unserer zehnjährigen Bundesanleihe für die letzten fünf Jahre und da kann ich nur sagen, es bleibt dabei ein intakter Zinsaufwärztrend!
00:23:36: Die Spitzen, die wir hatten im Jahr die Lagen unterhalb der drei Prozentmarke.
00:23:43: Wir haben immer wieder mal in den letzten Jahren leicht dran gekratzt, aber wir sind dabei diese Marke momentan Schritt für Schritt zu übersteigen.
00:23:50: das heißt auch hier über die letzten Jahre nicht nur die letzten zwölf Monate haben wir auf einmal einen takten Zinsaufwärtsrenten.
00:23:58: Das Rendite hoch aus zwei Tausend Dreiundzwanzig ist bereits überschritten.
00:24:02: und dann kommen wir irgendwann natürlich gerade auch wenn wir uns noch die anderen Rentenmärkte betrachten zu der Frage Ab wann könnten steigende Zinsen denn vielleicht die Aktienmärkte belasten?
00:24:11: Aber dazu später.
00:24:13: Das war Deutschland, wir schauen auf die US Treasury und hier auch auf dem Weg zum Sommerhoch aus dem Jahr twenty-fünfundzwanzig.
00:24:21: Wir hatten Ende Februar die Rendite der zehnjährigen US Treasury unter vier Prozent Und wir sind momentan auf den Weg Richtung vier eineinhalb Prozent Und die Spitzen, die wir letzten Sommer hatten waren so bei nur noch zehn-fünfzehn Basispunkte entfernt.
00:24:37: Wir haben jetzt aktuell ein neues Jahreshoch.
00:24:39: auch das sieht zumindest mal nicht entspannt aus.
00:24:44: und wenn wir die Zehnjährigen uns betrachten, die jetzt wieder Richtung vier einen halb Prozent rentieren, auch etwas was ja Donald Trump definitiv nicht gefallen wird schauen wir auf eine noch spannenderen Part, Teil der US-Rentenkurve.
00:24:59: Der Zinsstrukturkurve nämlich die Dreißigjährigen weil auch da gibt es klare Marken.
00:25:04: Da schauen wir direkt in die Entwicklung der letzten fünf Jahre hinein und Wir reden hier wieder über die Marke von Fünf Prozent Denn bei den dreißigjährigen Staatsanleihen haben wir aktuell die fünf Prozent wieder erreicht.
00:25:18: Das hatten wir im Jahr ... ... im Jahr zweitausendfünfundzwanzig schon einmal.
00:25:24: Und das heißt auch hier definitiv wird es langsam kritisch, denn wenn sich auch im dreißigjährigen Laufzeitbereich ein Zins-Aufwärtstrend einpendeln sollte mit Werten dann eben deutlich oberhalb der fünf Prozentmarkte marken Dann bin ich mir relativ sicher dass diese Anstiege für Unruhe an den Kapitalmärkten und an den anderen Essenklassen, zum Beispiel auch bei den Aktien sorgen könnten.
00:25:52: Also auch das ist eine Entwicklung die der Regierung Trump definitiv nicht gefallen wird alleine vor dem Hintergrund der Zinskosten für die hohe Verschuldung des Staatshaushaltes.
00:26:03: also insofern Donald Trump muss ja daran gelegen sein den Ölpreis runter zu bekommen.
00:26:09: und momentan auch wenn es heute morgen am mittwoch vormittag leicht entspannt ist wir sind jetzt bei etwa hundert zwölf dollar zwei drei prozent niedriger als gestern die merkte aktie merkte feiern das momentan schon wieder.
00:26:22: so eine wirkliche entspannung der gesamt situation ist das noch nicht.
00:26:26: Und jetzt zum letzten rentenmarkt, bei dem ich schon wirklich kritisch ausschaue.
00:26:30: Wir schauen nach uk.
00:26:31: Die Rendite der zehnjährigen britischen Staatsanleihe UK gilt, da steht per gestern eine fünf Komma zwei acht Prozent drauf.
00:26:40: und hier sehen wir auch ganz klar die Marke der fünf Prozent für die zehnjährige ist überschritten.
00:26:44: Auch einen Takt der Zins aufwärts trennt.
00:26:47: Auch das ist etwas was definitiv nicht entspannt ausschaut.
00:26:53: also ein länger höherer Ölpreis als erwartet mit den Auswirkungen auf die Inflationsraten eventuelle dann zweitrundendeffekte, eventuelle Wirtschafts- oder Wachstumsabschwächung der globalen Wirtschaft.
00:27:09: Eventuell verändertes Umfeld und veränderte Notenbankpolitik, eventuell eben Zinssteigerungen – das alles erhöht meiner Meinung nach die aktuelle relativ niedrige Unsicherheit und könnte die momentane, ja nennen wir es doch mal ruhig Entspanntheit und Party an den Aktienmärkten zumindest stören.
00:27:31: Das war mir heute einmal ganz wichtig, deswegen wir können nächste Woche sehr gerne wieder über die einzelnen Aktienmärkte und Sektoren sprechen.
00:27:38: Mir ging es heute definitiv um das Umfeld, um die Makro-Auswirkungen des Ölpreises auf Konjunktur, auf Notenbankpolitik und eben auf die Rentenmärkte wie wir schon gesehen haben.
00:27:50: Bedeutet ganz kurz zusammengefasst der ÖlPreis wie gezeigt pendete sich momentan deutlich oberhalb der Einhundert, nämlich aktuell sogar oberhaupt der einhunderte und zehn US-Dollarmarke ein.
00:28:02: Spätere Liefertermine auf der Terminkurve steigen schon deutlich an.
00:28:06: also man beginnt einzupreisen dass wir eventuell länger als erwartet mit einem höher als erwarteten Ölpreis leben müssen.
00:28:12: das bedeutet unruhe an anderen Märkten direkt die Wiesenintervention in Japan für Amien habe ich Ihnen schon gezeigt.
00:28:21: Das bedeutet eventuell eine anspringende Inflationserwartung, was den Notenbanken nicht gefallen wird.
00:28:26: Das heißt wir kommen eventuell im nächsten Monat im Juni in einer Phase, indem wir eventuell erste Zins-Erhöhungsschritte kommen.
00:28:32: In dieser Woche nebenbei hat ganz relativ unbeachtet die Notenbank von Australien ihren Zins schon angehoben und wir sehen jetzt schon die direkten Auswirkungen auf die Kapitalmärkte nämlich an den Rentenmärkten.
00:28:44: die langen Laufzeiten steigen die Renditen momentan überall an.
00:28:50: Es ist noch definitiv nicht kritisch, aber wenn wir in eine Phase weiter steigender Zinsen kommen sollten dann glaube ich würde die Volatilität an den Kapitalmärkten insgesamt doch zunehmen und... ...die Ruhe, die wir an diesen Aktienmärkte momentan haben.
00:29:06: Weil ganz offen!
00:29:07: Wir haben ja gestern Abend im USA wieder neue Rekordstände im Rahmen dieser starken Berichtssaison gesehen.
00:29:12: Der S&P-Fünfhundert nähert sich der Marke siebentausenddraunabpunkte Das heißt Ende März hatten wir sechstausend dreihundert Punkte zugelegt.
00:29:20: Prozentual können Sie sich das gerne selbst ausrechnen.
00:29:23: Noch stärker der NASDAQ, der NASTAQ.
00:29:26: ein Hundertlag Ende März bei Dreiundzwanzigtausend.
00:29:28: da hat jetzt die Marke von achtundzwantzigtausenden Punkten überschritten.
00:29:32: Fünftausende Punkte plus deutlich zweistellig eine der stärksten Anstiege in so kurzer Zeit.
00:29:38: Da reden wir natürlich über das Thema KI Infrastruktur Sonderinvestition.
00:29:42: wie lange?
00:29:44: kann dann diese Situation, wenn sich vielleicht das ganz große Bild etwas verschlechtert anhalten.
00:29:50: Das ist etwas was uns beschäftigt und wie wir uns an den Aktienmärkten positionieren.
00:29:56: mehr dazu in der nächsten Woche beim nächsten Weitblick.
00:30:00: bedanke mich recht herzlich wie immer bei Ihnen und wünsche Ihnen eine schöne ruhige Restwoche und verbleibe wie immer mit den Morten.
00:30:10: es war mir eine Ehre Ihr Michael Winkler.
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